16.03.2021 / 13:02 // ESA / RFA

Im Rahmen der Initiative “New European Space Transportation Solutions” (NESTS) hat die ESA drei Forschungsaufträge im Wert von jeweils 500.000 € vergeben. Neben der ArianeGroup und Avio (einem italienischen Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Colleferro bei Rom) wurde auch mit dem deutschen Start-up Rocket Factory Augsburg (RFA) ein Vertrag geschlossen.

Ziel der Forschungsaufträge ist es, zukünftige Raumtransportlösungen zu identifizieren und empfehlen, welche dann im Zeitraum 2030 bis 2050 genutzt werden können. Der Zeitraum dafür ist knapp bemessen, denn die Studien sollen noch im Frühjahr 2021 vorliegen und in Vorschläge ausgearbeitet werden, welche dann beim nächsten Ratsministertreffen im Jahr 2022 zur Entscheidung vorgelegt werden sollen.

»Die ESA legt mit ihrer Initiative New European Space Transportation Solutions die Grundlagen, um die Zukunft jenseits von Ariane 6 und Vega-C vorzubereiten. Diese Systemkonzeptstudien werden Dienstleistungen beinhalten, die den zukünftigen Bedürfnissen der europäischen Raumfahrtprogramme Priorität einräumen, aber auch erlauben, den globalen Marktbedürfnissen gerecht zu werden.«

Daniel Neuenschwander, Director of Space Transportation

RFA wurde 2018 gegründet und entwickelt derzeit mit der RFA One eine zweistufige Trägerrakete mit einer Nutzlast von rund 1.100 kg in den sonnensynchronen Orbit. Strategischer Investor von RFA ist das Bremer Unternehmen OHB SE, als finanzieller Investor ist Apollo Capital Partners GmbH beteiligt. Der Erstflug der RFA One ist für 2022 (NET) vorgesehen.


via: ESA, OHB, RFA