12.06.2021 / 15:04 // ESA

Ziel der Global Space Markets Challenge ist es, KMU und Startups internationale Sichtbarkeit zu verleihen. Voraussetzung dafür ist, dass sie Produkte und/oder Dienstleistungen für den Raumfahrtsektor entwickeln und einen Zielmarkt haben, der weder in einem Land innerhalb der Europäischen Union, noch in einem ESA-Mitgliedstaat oder Kanada liegt. Grund hierfür ist laut ESA, dass Unternehmen mit ihren Produkten bzw. Dienstleistungen in diesen Ländern bereits potenzielle Kunden finden könnten.

Gewinne für einen erfolgreichen Start

Ausgelobt werden je drei Preise in den Kategorien Upstream und Downstream, die mit 15.000€ für den ersten, 10.000€ für den zweiten und 5.000€ für den dritten Platz dotiert sind. Die insgesamt sechs Gewinner können im Rahmen des ESA-Mentoring-Programms auf die Expertise der Raumfahrtagentur zurückgreifen und die Pläne zur Internationalisierung entsprechend anpassen. Zudem erhalten alle Gewinner die Möglichkeit, sich selbst sowie die Produkte bzw. Dienstleistungen im Oktober 2021 auf dem Internationalen Astronautischen Kongress (IAC 2021) in Dubai zu präsentieren. Welche Bedeutung dieser Kongress innerhalb der Branche hat, zeigt unter anderem SpaceX, denn hier präsentierte Elon Musk im Jahr 2017 Pläne für das Starship. Die Gewinner der Upstream-Kategorie dürfen sich zudem mit einem eigenen Messestand auf den nächsten ESA Industry Space Days präsentieren.

Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 20. Juni 2021. Am 2. August 2021 werden für beide Kategorien je 25 Unternehmen bekannt gegeben, die es auf die Longlist geschafft haben. Am 10. September werden die Top-12 (je 6 Upstream/Downstream) verkündet, welche am 28. September noch einmal die Möglichkeit haben, mit einer Präsentation von sich zu überzeugen. Im Anschluss ermittelt die ESA die sechs Finalisten und verrät am 30. September 2021, wer im Finale welchen Platz belegt hat.

Diese Teilnahmekriterien gelten

  • Das Unternehmen muss einem der ESA-Mitgliedsstaaten, Kanada (als kooperierender Staat), Slowenien, Lettland oder Litauen (als assoziierte Mitgliedsstaaten) angehören.
  • Das Unternehmen muss ein kleines und mittleres Unternehmen (KMU) sein, unter Berücksichtigung der Kriterien, die die Europäische Kommission (EC) in ihrer Empfehlung 2003/361/EC vom 6. Mai 2003 festgelegt hat.
  • Das Unternehmen muss mehrheitlich aus nach den Rechtsvorschriften eines der ESA-Mitgliedstaaten, Kanadas (als kooperierender Staat), Sloweniens, Lettlands oder Litauens (als assoziierter Mitgliedstaat) gegründeten und tätigen Unternehmen oder aus natürlichen natürlichen Personen bestehen, die Staatsangehörige dieser Länder sind.
  • Das Unternehmen muss Produkte und/oder Dienstleistungen für den Upstream oder Downstream entwickeln.
  • Die Produkte und Dienstleistungen, die im Rahmen der ESA Global Space Markets Challenge gefördert werden, müssen ausschließlich friedlichen Zwecken dienen (z. B. wissenschaftlichen und/oder kommerziellen Zwecken).

So werden die Bewerbungen bewertet

Technischer Wert und Glaubwürdigkeit des Produkts oder der Dienstleistung25%
Nachgewiesenes Verständnis des/der Zielmarktes/-märkte und der Eignung des Produkts/der Dienstleistung für den/die Zielmarkt/-märkte (Märkte, Nutzer, Wettbewerber, einzubeziehende Stakeholder, identifizierte eigene Informationslücken). Nachweisliches Verständnis für potenzielle Herausforderungen und Risiken der Internationalisierung. Diskussion von Problembereichen und Ausarbeitung potenzieller Reaktions-/Minderungsmaßnahmen (regulatorische Fragen, Marktrisiken, Kredit-/Währungsrisiken, politische Risiken usw.)35%
Eignung des Umsetzungsplans in Bezug auf die vorgesehene Markteintrittsstrategie, Internationalisierungsmaßnahmen, Marketing und Vertrieb20%
Angemessenheit und Glaubwürdigkeit von Kostenschätzungen, Zeitplan und Planung10%
Team (Fähigkeiten, Ressourcen und Erfahrung)10%

via: ESA, NKS Raumfahrt