30.04.2021 / 17:41 // ESA / Isar Aerospace

Schon im Mai 2020 startete der Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Deutsche Startups werden mit 25 Millionen Euro gefördert, um Mikrolauncher zu entwickeln und kommerziell zu betreiben. In der Vorrunde qualifizierten sich drei von fünf Bewerbern. Neben dem Gewinner erhielten HyImpulse und Rocket Factory Augsburg je 500.000 Euro und durften weitere Konzepte für die Hauptrunde erarbeiten.

Heute wurde Isar Aerospace als Gewinner des Wettbewerbs ausgelobt. Mit dem Sieg ist nicht nur ein großer Medienrummel verbunden, sondern auch eine Förderung in Höhe von 11 Millionen Euro. Das bayrische Startup aus Ottobrunn bei München sicherte sich zudem erste Transportaufträge. Genutzt werden soll die Summe für zwei Testflüge ihres Trägers „Spectrum“, die bis 2022/23 stattgefunden haben sollen.

Spectrum ist eine zweistufige Rakete, die 27 Meter lang ist und zwischen 700 kg und 1.000 kg transportieren kann. Mit ihr werden Mikrosatelliten in den Orbit geschossen.

Die Entwicklung von Trägerraketen in der Wirtschaft und nicht mehr durch staatliche Institutionen eröffnet neue Möglichkeiten, aber auch Wettbewerb. Deutschland will mit von der Partie sein, so Thomas Jarzombek, Koordinartor der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt: „Das ist ein radikaler Wechsel der Paradigmen. Damit rüstet sich Deutschland für eine neue Ära der Raumfahrt, die von Manufaktur zur Industrie wird. Wir wollen hier vorne mit dabei sein und unseren Status als Nr. 1 Standort in Europa weiter ausbauen.“

In der dritten Phase des Wettbewerbs wird 2022 der zweite Platz vergeben. Auch dieser ist mit 11 Millionen Euro dotiert. Der Mikrolauncher Wettbewerb ist Teil des

C-STS-Programms der ESA. Das Commercial Space Transportation Services and Support Programme hat zum Ziel, Transportdienstleistungen durch privatwirtschaftliche Unternehmen zu unterstützen.


via: BMWi