24.03.2021 / 19:06 // ESA / SpaceX

In einem Tweet hat SpaceX-Gründer Elon Musk angekündigt, dass noch vor dem Jahr 2030 Starships auf dem Mars landen werden. Zu dieser Aussage lies er sich in einem Thread hinreisen, den der Technologie-Blog Ars Technica gestartet hat.

Kernthema des Blogbeitrages ist die von der ESA gestartete Initiative “New European Space Transportation Solutions” (NESTS). Laut Ars Technica ist dies der Versuch Europas, mit den US-Amerikanern – im Speziellen SpaceX – in der Entwicklung technologischer Systeme Schritt zu halten. Des weiteren verweist der Artikel darauf, dass Europa bisher keine eigene Antwort auf die Veränderungen in der Raumfahrt hat. Als Beispiele werden unter anderem das Angebot von Rideshare für Satelliten genannt, aber auch, dass der ESA-Astronaut Thomas Pesquet als Mitglied der SpaceX Crew-2-Mission zur ISS fliegen soll. Dass die NASA nach Einstellung des Shuttle-Programms im Jahre 2011 bis zum Start von SpaceX Crew-1 im Jahr 2020 in einer vergleichbaren Situation war und Plätze bei Roskosmos buchen musste, bleibt hingegen unerwähnt.

Was Musks Ankündigung für eine Landung eines Starships auf dem Mars vor 2030 betrifft, könnte er Recht behalten. Mögliche Startfenster öffnen sich etwa alle 26 Monate, das nächste im August / September 2022. Dem folgen drei weitere, die eine mit rund sechs bis neun Monaten vergleichsweise kurze und kostengünstige Reise zum Mars ermöglichen. Setzt man dem die Entwicklung des Starships und der Super Heavy entgegen, könnte Musks Plan aufgehen. Nach Testflügen von SN8, SN9 und SN10 befindet sich SN11 bereits auf dem Startpad und hat am 23. März 2021 einen erfolgreichen Static-Fire-Test absolviert. Als möglicher Starttermin steht derzeit Anfang April 2021 im Raum. Super Heavy BN1 steht derweil fertig zusammengebaut in der Highbay in Boca Chica, Texas (USA). Laut Musk ist sie jedoch nur ein Produktionswegweiser, mit dem herausgefunden werden soll, wie man eine 70 Meter hohe Erststufe zusammenbaut und transportiert. Fliegen soll dann erst BN2.


via: Ars Technica, T3N, What About it?