02.06.2021 / 13:32 // OroraTech

Waldbrände zerstören jedes Jahr 30-40 Millionen Hektar Vegetation und verursachen Schäden von über 20 Milliarden US-Dollar. Diese zunächst schwer zu erkennenden Waldbrände setzen rund acht Milliarden Tonnen CO2 frei – mehr als der weltweite Autoverkehr. OroraTech wirkt diesen zunehmend verheerenden ökonomischen und ökologischen Schäden entgegen und entwickelt zusätzlich zu seiner Plattformlösung ein eigenes weltweites Nanosatellitennetzwerk, das Brände rund um den Globus nahezu in Echtzeit identifizieren kann. Der erste Start ist für Ende 2021 geplant und wird die Grundlage einer thermischen Infrarot-Nanosatellitenkonstellation bilden. Im Jahr 2023 werden 14 weitere Nanosatelliten folgen und bis 2026 sollen mehr als 100 OroraTech-Satelliten im Orbit sein.

In einer Series-A-Finanzierungsrunde konnte sich das Münchener Unternehmen nun 5,8 Mio. Euro sichern. Angeführt wird sie von Findus Venture und Ananda Impact Ventures, zusätzliche Beiträge stammen von APEX Ventures, BayernKapital und Business Angels wie Clemens Kaiser, SpaceTec Capital und Ingo Baumann. Mit dem eingenommenen Geld wird die Technologie weiterentwickelt und das internationale Team weiter ausgebaut. Das hat einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung von OroraTechs Satellitentechnologie und Dienstleistungen zur Erkennung von Waldbränden. “Diese Finanzierungsrunde wird es uns ermöglichen, unsere ersten Satelliten zu starten und unsere Plattform zur Analyse von Geodaten zu skalieren”, so Thomas Grübler, CEO und Mitgründer.

Die Plattform wird bereits von Regierungsbehörden, Versicherungsgesellschaften und kommerziellen Forstbetrieben rund um den Globus genutzt. Denn sie hilft, die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Waldbränden und anderen mit dem Klimawandel verbundenen Themen zu mindern. Dazu werden Daten von 14 verschiedenen Satelliten im Low Earth Orbit (LEO) und Geostationären Orbit (GEO) anhand eines kundenspezifischen Algorithmus zur Erkennung von Waldbränden ausgewertet und die Nutzer über Brände informiert. So unterstützt das System die sofortige Brandbekämpfung. Neben der Erkennung von Waldbränden arbeitet OroraTech aber auch an Lösungen zur Überwachung von Gasfackeln (entstehen in Zusammenhang mit der Förderung fossiler Brennstoffe wie Erdgas), zur Verbesserung von Wettermodellen und zur Analyse von landwirtschaftlichen Flächen. “Wärme-Infrarot-Satellitenbilder ermöglichen eine große Anzahl von Anwendungsfällen”, sagt Björn Stoffers, CMO und Mitgründer. “Unser primäres Ziel ist es, unsere Position als führender Anbieter für die satellitengestützte Überwachung von Waldbränden auszubauen.” So ist es auch nicht verwunderlich, dass OroraTech auch mit NGOs zusammen arbeitet, um die Tierwelt in Afrika zu schützen.


Über OroraTech

OroraTech wurde 2018 von Thomas Grübler, Björn Stoffers, Florian Mauracher und Rupert Amann als Spin-off der Technischen Universität München (TUM) gegründet. Das in München ansässige Unternehmen ist mittlerweile auf ein internationales Team von 44 Mitarbeitern angewachsen. Unterstützt wurde OroraTech durch Forschungsgelder der bayerischen und deutschen Regierung, der Europäischen Weltraumorganisation und der Europäischen Kommission und absolvierte Accelerator-Programme bei Google, Samsung, Plug&Play, ESA BIC und dem German Accelerator Silicon Valley.


via: OroraTech