13.04.2021 / 11:16 // GAIA Aerospace / Vyoma

Der 12. April ist für Raumfahrt-Enthusiasten ein ganz besonderer Tag. Denn am 12.4.1961 flog Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum. Zwanzig Jahre später, am 12.4.1981, startete das Space Shuttle Columbia zu seinem Jungfernflug. Ursprünglich sollte auch der NASA-Mars-Helikopter Ingenuity am 12. April 2021 erstmals in der dünnen Atmosphäre abheben. Und auch das Darmstädter Startup Vyoma wird diesen Tag wohl in bester Erinnerung behalten. Denn im Rahmen der von Spacebrewery und GAIA Aerospace veranstalteten Juri’s Night Germany 2021 wurde das Unternehmen mit dem German NewSpace Award ausgezeichnet. Co-Founderin und Spacecraft Systems Engineer Luisa Buinhas überzeugte mit ihrem Pitch das Publikum, welches nach insgesamt vier Präsentationen darüber abstimmen durfte, welches Konzept am überzeugendsten war.

Der Weltraum ist eine natürliche Ressource – mit Grenzen

Vyoma will sich vor allem des Problems des Weltraummülls annehmen. Bereits jetzt kreisen 25.297 (Stand Ende 2019, Space Environment Report, ESA) Objekte, von ausgedienten Satelliten über Nutzlastverkleidungen bis hin zu Raketenstufen, um die Erde. Durch Projekte wie zum Beispiel Starlink (SpaceX) oder Kuiper (Amazon) sollen in den nächsten Jahren tausende weitere Satelliten ins All gebracht werden. Um Kollisionen zu vermeiden, setzt Vyoma auf vollautomatischen Satellitenbetrieb. Grundlage bilden Daten, die mittels Machine Learning-Technologie kombiniert werden. Darauf aufbauend planen Algorithmen Ausweichmanöver, bei denen auch die Folgekonstellationen berücksichtigt werden. Damit wird die Kollisionsvermeidung von Satelliten – laut Vyoma – zu einem vollautomatisierten Service. Dass dieses Konzept ein wichtiger Bestandteil ist, um auch zukünftigen Generationen den Zugang zum Weltraum zu ermöglichen, zeigt auch ein Blick auf die Partner und Sponsoren. Zudem wurde Vyoma im Rahmen der Galileo Masters 2020 ausgezeichnet und wird unter anderem vom BMWi gefördert.

Im Weltall ist (fast) alles möglich

Ebenfalls um den Award gepitcht haben das Joint Venture von Juri und HOSTmi Spacevenirs, die Weltraum-Bierbrauer Hopstronautix und das nordrhein-westfälische Unternehmen Kunststoffverarbeitung Hoffmann. Besonders beeindruckend war dabei die Bandbreite an Ideen, die sich durch NewSpace ergeben. Dabei zeigen Souvenirs aus dem Weltall, Craft-Bier mit “Weltraum-Hopfen” oder Module für Nanosatelliten nur einen kleinen Teil der sich bietenden Möglichkeiten.