Space Brewery als Verein gegründet

Mit Gründung des Vereins hat das in den letzten beiden Jahren organisch gewachsene Netzwerk der SpaceBrewery nun auch eine formale Grundlage. Ziel des Vereins ist es, Bayern als weltweit anerkannten Standort für Raumfahrtaktivitäten weiter zu etablieren.

Um dies zu erreichen, sind die Vernetzung und der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren entscheidend. Denn wie sich im Laufe der letzten Monate immer wieder gezeigt hat, gibt es viele Gemeinsamkeiten, die über Unternehmens- und Branchengrenzen hinausgehen. Deutlich wird dies auch beim Blick auf die Gründer, die sowohl aus Start-ups als auch aus renommierten Raumfahrtunternehmen kommen. Mit Moustafa Elhag (Berns Engineers GmbH), Luís Ferreira (Airbus Space & Defence), Dr. Markus Geiss (DcubeD), Thomas Grübler (OroraTech), Johanna Pardo (Isar Aerospace), Dr. Thomas Sinn (DcubeD) und Himanshi Singhal (Telespazio/EUMETSAT) ist der Verein bereits bei seiner Gründung breit und professionell aufgestellt. Beste Voraussetzungen also, um die bayerische Industriekultur im Zeichen eines neuen Raumfahrtzeitalters in die Zukunft zu führen.

Professionelles und ungezwungenes NewSpace-Netzwerk in Einem

Dies erfordert nicht nur Fachwissen über die Besonderheiten der Branche, sondern auch die Fähigkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Denn gerade der NewSpace zeichnet sich durch die Verbindung von Raumfahrt- und Nicht-Raumfahrt-Akteuren aus. Das Gründungsteam hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere Nicht-Raumfahrt-Akteure auf unterhaltsame, engagierte, produktive und kollaborative Weise für die Raumfahrttechnologie zu begeistern. Ein hierfür unverzichtbarer Bestandteil ist eine einzigartige Online-Plattform, die ein nahezu realitätsnahes Networking-Erlebnis ermöglicht. „Die SpaceBrewery ist aber nicht einfach nur eine weitere Online-Webinarreihe“, betont Dr. Markus Geiss.

Wir sind eine nicht-anonyme Gruppe von Raumfahrt-Experten und -Handwerkern und damit der Ort, an dem in und um Bayern Leidenschaft und Ideen für NewSpace gebraut werden. Wir schaffen eine Plattform für Diskussionen, Wissensaustausch und Aktionen rund um NewSpace in Bayern.

Dr. Markus Geiss, Space Brewery e.V.

Hierbei wird das Publikum stets auf kreative Weise eingebunden, so zum Beispiel beim „Talent Slam“, bei dem der Spieß umgedreht wird und Unternehmen um Talente pitchen. Aber auch bei Formaten wie „Hinter den Kulissen“ oder der „Space Swag Night“ ist dies der Fall. Ein besonderes Highlight fand Anfang 2022 statt und trägt den Titel „Bavaria Goes To Space“. Der Name war Programm, denn gleich mehrere bayrische NewSpace-Start-ups wie OroraTech und DcubeD schickten ihre Innovationen ins All, was auch mediale Aufmerksamkeit mit sich brachte.

Begeisterung für NewSpace als Schlüssel zu nachhaltiger Innovationen

Zwar schaffen es einzelne Missionen oder Raketenstarts gelegentlich bis in die Mainstream-Berichterstattung, doch oftmals fehlt eine tiefgreifende Auseinandersetzung. In der Folge wird die Raumfahrt von einem Großteil der breiten Öffentlichkeit als Geldverschwendung missverstanden. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass ehrgeizige Vorhaben zwar für Begeisterung sorgen können, es allein damit jedoch nicht getan ist. Das verdeutlicht auch Sven Meyer-Brunswick, C3PO bei Mynaric: „Natürlich gibt es langfristige Visionen von erstaunlichen Dingen, die wir im Weltraum tun können, aber der unmittelbarste und wichtigste Fokus liegt darin, Nutzen für die Erde zu schaffen. Wir haben nur ein paar Menschen im Weltraum, aber Milliarden Menschen auf der Erde. Die große Chance und der Schwerpunkt der Raumfahrtindustrie liegt also darin, im Weltraum Lösungen für Probleme hier unten zu schaffen. Es ist enorm wichtig, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und ihr zu zeigen, welchen Beitrag die Raumfahrtindustrie bereits heute leistet und was sie in Zukunft leisten wird. Und dabei spielt die Space Brewery eine sehr wichtige Rolle.“

Space Brewery als internationale Bühne für bayrische NewSpace-Akteure

Das Ziel, bayrischen NewSpace-Unternehmen eine internationale Bühne zu bieten, nimmt so auch einen besonderen Stellenwert ein. München und sein Umland bieten der NewSpace-Industrie dafür perfekte Voraussetzungen, da sich die Stadt zu einem der wachsenden Hotspots für Innovation entwickelt hat. Zudem wird sie durch einen kontinuierlichen, branchenübergreifenden Ideenfluss, große Mengen an Innovationskapital und ein hervorragendes Forschungsumfeld bereichert. Der SpaceBrewery e.V. fördert all diese Aspekte, indem er ein Forum schafft, in welchem Nicht-Raumfahrt-Akteure und Raumfahrt-Akteure zusammenkommen. So werden weitere Innovationen und Partnerschaften in einer informellen, lockeren und unterhaltsamen Umgebung vorantreiben. Für Jonas Kellner, Marketingleiter bei RFA (Rocket Factory Augsburg), ist dies auch ein Teil des Erfolgsgeheimnisses: “Was gibt es Schöneres, als sich mit Gleichgesinnten bei einem Bier über die neuesten Projekte auszutauschen?” Für die nächsten Monate hat der Space Brewery e.V. bereits einige Veranstaltungen geplant. Aktuelle Termine werden auf Meetup veröffentlicht, weitere Informationen zum Verein und den Entwicklungen vor Ort gibt es auf der Website sowie auf LinkedIn.

Header Bild: SpaceBrewery e.V.
Verfasst von M. Weissflog
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