Yuri überarbeitet Markenauftritt

Yuri ist ein Weltraum-Biotech-Unternehmen, das die Mikrogravitation im All zur Entwicklung und Herstellung hochwertiger Biotech-Produkte nutzt. Das Team aus über 30 Raumfahrtingenieuren und Biologen hat in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der NASA, ESA, GSK und der Charité Berlin an über 20 Nutzlasten für die Internationale Raumstation ISS gearbeitet. Nun hat das Start-up aus Meckenbeuren sein Corporate Design überarbeitet.

Der überarbeitete Markenauftritt wird besonders auf der neuen Website von Yuri sichtbar. Zahlreiche Mikroanimationen sogar dafür, dass sich die einzelnen Elemente der Schwerkraft zu entziehen scheinen. Aus der ursprünglichen Wort-Bild-Marke ist eine reine Wortmarke geworden, das bisher kräftige Grün ist einem deutlich helleren Farbton gewichen. Wie das Unternehmen mitteilt, gab es im Zuge der Überarbeitung auch ein Fotoshooting. Alles in allem wirkt der Auftritt nun deutlich erwachsener und besticht vor allem durch seine Klarheit.

Screenshot der neuen Website von Yuri, erreichbar unter yurigravity.com
Screenshot yurigravity.com

Gegründet wurde Yuri 2019 von den ehemaligen Airbus-Ingenieuren Maria Birlem und Christian Bruderrek zusammen mit dem Entrepreneur Mark Kugel. Während ihrer Zeit bei Airbus arbeiteten Birlem und Bruderrek an ISS-Nutzlasten. Sie erkannten das enorme Potenzial der Mikrogravitation für die Biowissenschaften über die staatlich finanzierte Forschung hinaus. Seitdem ist das Team auf mehr als 30 Mitarbeiter in ihrem Hauptsitz in Süddeutschland und ihrem Entwicklungszentrum in Luxemburg angewachsen. Im Jahr 2022 kam Daniela Bezdan als Chief Scientific Officer (CSO) hinzu. Sie bringt Erfahrungen von Weill-CornellMedicine New York, CRG Barcelona, Max-Planck, NASA Genelabs und PoppyHealth mit, wo sie bis vor kurzem Mitgründerin und CSO war. Bei Yuri leitet sie die Entwicklung der Biotech-Produktpipeline.

Yuri realisiert Space Biotech

Damit Forschende nicht Hals über Kopf ihre Experimente ins All bringen müssen, entwickelte Yuri Clinostat und die Random Positioning Machine (RPM). Beide sind in der Lage, die Bedingungen der Schwerelosigkeit rund um die Uhr zu simulieren. Sollten die Laborergebnisse vielversprechend sein, können sie im All getestet werden. Auch dafür stellt Yuri die notwendige Infrastruktur bereit. Mit für verschiedene Anwendungen entwickelten Containern können Experimente dann zur ISS oder zu einem anderen Raumschiff im Orbit gebracht werden. Im Jahr 2024 soll dann erstmals das “ScienceTaxi” ins All fliegen. Dabei handelt es sich um einen Weltraum-Inkubator (ugs. Brutkasten) für die neueste Generation von Raumstationen und -kapseln.

Header Bild: Yuri
Verfasst von M. Weissflog
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| Space News | Mi, 15.09.2021 - 16:46 (Europe/Berlin) | 71 views

Yuri mit Deutschem Gründerpreis ausgezeichnet

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