Nutzlast für Erstflug von HyImpulse SL1 steht fest

Bereits im März 2022 unterzeichneten HyImpulse und In Orbit Aerospace ein Launch Service Agreement. Darin wurde vereinbart, dass der Mikrolauncher SL1 des Unternehmens aus Neuenstadt am Kocher (Baden-Württemberg) das Full-Scale-Modell von In Orbit Aerospace ins All bringt. Wie nun bekannt wurde, startet die unbemannte, wiederverwendbare Raumkapsel des US-amerikanischen Unternehmens als Nutzlast beim Erstflug.

Massenproduktion und Forschung in Mikrogravitation

Im Jahr 2024 soll es soweit sein: SL1 (Small Launcher 1) von HyImpulse soll erstmals ins Weltall fliegen. Wie bei jedem Jungfernflug steht auch hier die Frage im Raum, welche Nutzlast denn in den Orbit transportiert werden soll. Rund 24 Monate vor dem Start steht dies nun fest: Es wird die (noch?) namenlose Raumkapsel von In Orbit Aerospace. Das Startup mit Sitz in Los Angeles (Kalifornien, USA) will mit seinen Produkten und Dienstleistungen die Massenproduktion und Forschung in der Mikrogravitation ermöglichen. Dazu soll die orbitale Infrastruktur aufgebaut werden, mit der sich neue und verbesserte Produkte entwickeln und zur Erde zurück bringen lassen. Dabei liegt der Fokus laut Unternehmensangaben auf Pharmazeutika, Halbleitern, Glasfasertechnik, 3D-Bioprinting sowie Metallen und Kunststoffen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die von In Orbit Aerospace entwickelte “Re-Entry”-Raumkapsel mit vielen Launchern kompatibel, so auch mit SL 1 von HyImpulse.

Mit Kerzenwachs ins All

Visualisierung des Microlaunchers SL1 von HyImpulse auf einer Startrampe, © HyImpulse Technologies GmbH
© HyImpulse Technologies GmbH

Der Small Launcher SL1 zählt mit einer Länge (über Nutzlastverkleidung) von 27 Metern und einem Durchmesser von 2,2 Metern zwar zu den so genannten Microlaunchern. Doch die 3-stufige Rakete soll bis zu 500 kg Nutzlast in den Orbit transportieren können. Die Besonderheit ist dabei das Antriebssystem, das auf Paraffin und flüssigem Sauerstoff (LOX, Liquid Oxygen) basiert und damit vergleichsweise kostengünstig ist. Zudem werden Teile der Rakete unter anderem im 3D-Druck-Verfahren gefertigt.


via HyImpulse, In Orbit Aerospace

Header Bild: HyImpulse Technologies GmbH
Verfasst von M. Weissflog
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